Informationen auf Deutsch / Das Forschungsprojekt “On-Call”

  • Radboud University | Behavioural Science Institute | Work, Health & Performance

Forschungsprojekt: Über die Folgen von Rufbereitschaft für Gesundheit und Wohlergehen

Hintergrund

Rufbereitschaft ist ein flexibles Arbeitszeitmodell, das von Unternehmen genutzt wird um den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht zu werden. ArbeitnehmerInnen mit Rufbereitschaft müssen nicht persönlich am Arbeitsplatz anwesend, aber dennoch für den Arbeitgeber erreichbar sein, um im Falle eines Abrufes die Arbeit aufnehmen zu können. Laut des Arbeitszeitgesetz [1] gilt die Rufbereitschaft, solange der /die ArbeitnehmerIn nicht zur Arbeit gerufen wird, als Ruhezeit. Die Frage ist jedoch, ob ArbeitnehmerInnen Ihre Rufbereitschaft tatsächlich als solche erfahren.

Das Forschungsprojekt in Kürze

Im ersten Teil  des Forschungsprojektes „On-Call“ wurde eine Umfrage unter 1798 niederländischen ArbeitnehmerInnen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass von den 157 ArbeitnehmerInnen, die regelmässig Rufbereitschaft leisteten, viele diese Rufbereitschaft mit negativen Erfahungen verbinden. Vor allem die Unsicherheit – nicht zu wissen ob und wann man zur Arbeit gerufen wird – scheint für viele Arbeitnehmer ein großer Stressfaktor zu sein. Wenn es um die negativen Folgen der Rufbereitschaft geht, war die Erfahung der Arbeitnehmer viel entscheidender als die Dauer der Rufbereitschaft oder Anzahl der Abrufe: schon wenige Stunden in Rufbereitschaft können negative Folgen für die Erholung, das Privatleben und das Leistungsvermögen haben, wenn Erfahrung dieser Stunden negativ ist [2].

Im zweiten Teil des Forschungsprojektes „On-Call“ haben wir eine experimentelle Studie durchgeführt, um die kausale Beziehung zwischen Rufbereitschaft und Schlaf zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass Rufbereitschaft einen schlechten Einfluss hat auf unseren Schlaf, selbst wenn wir nicht aufgerufen werden. Dieser Einfluss ist besonders stark wenn man aufgrund der Rufbereitschaft gestresst ist.

Der dritte Teil des Forschungsprojektes „On-Call“ besteht aus einer Umfrage unter Hebammen. Bis jetzt haben mehr als 200 Niederländische Hebammen teilgenommen. Im nächsten Schritt hoffen wir auf die Mitarbeit von Hebammen aus deutschsprachigen Ländern.

Ihre Teilnahme

Möchten Sie an der Umfrage teilnehmen? Wenn Sie auf untenstehenden Button klicken, werden Sie automatisch zur Seite des Fragebogens weitergeleitet. Auf der Seite finden Sie zudem mehr Informationen über die Studie.

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